Fahrrad im Zug: Fahrradkarte für 7,99 bis 14,99 Euro im ICE, Länderregeln im Regionalverkehr — und warum das Deutschlandticket das Rad nicht abdeckt

Samstagmorgen, Fahrradtour an der Mosel: Wer das Rad am Bahnsteig erst in den ICE heben will, wird abgewiesen, wenn kein Stellplatz reserviert ist. Im Regionalzug daneben fährt dasselbe Rad in Rheinland-Pfalz samstags ganztägig kostenlos mit. Zwischen beiden liegen eine Fahrradkarte, eine Länderregel und eine Lücke im Deutschlandticket.

Alle Regeln aus den Beförderungsbedingungen der DB AG (Stand 01.10.2026), von bahn.de, flixtrain.de, oebb.at und sbb.ch, geprüft am 07.10.2026 (zur Methodik).

Fahrradmitnahme im ICE: nur mit Fahrradkarte und Stellplatz

In ICE, IC und EC ist die Fahrradmitnahme reservierungspflichtig (Nr. 8.4). Die Fahrradkarte kostet 20 % des Flexpreises der 2. Klasse, mindestens 7,99 € und höchstens 14,99 €, und enthält die Stellplatzreservierung (Nr. 8.4.1). Das gilt auch, wenn man die Karte zu einem Sparpreis bucht (Nr. 8.4.3). Wer nur den Stellplatz reserviert, zahlt 7,50 €, stornieren lässt er sich nicht (Nr. 8.4.2).

Gerechnet: Unter einem Flexpreis von 39,95 € greift der Mindestpreis, ab 74,95 € der Höchstpreis. Bei einem Flexpreis von 50 € kostet das Rad 10 €. Die Karte gilt laut bahn.de auch in den Nahverkehrszügen derselben Verbindung.

Zug oder Fall was man braucht Preis (€) Reservierung
ICE, IC, EC Fahrradkarte Fernverkehr 7,99–14,99 Pflicht, inklusive
RE, RB, S-Bahn Fahrradtageskarte oder Länderregel 7,50 oder Landestarif nicht möglich
Deutschlandticket Fahrradkarte, wo die Mitnahme kostet wie oben wie oben
Faltrad zusammengeklappt nichts, fährt als Handgepäck 0 keine
FlixTrain Fahrradplatz bei der Buchung 12–24 bei der Buchung

Im Regionalverkehr entscheidet das Bundesland

Die Fahrradtageskarte Nahverkehr kostet laut bahn.de 7,50 € pro Rad und Tag und gilt bundesweit in RE, RB und S-Bahn bis 3 Uhr des Folgetags. Reservieren lässt sich im Nahverkehr nichts, eine Mitnahmegarantie gibt die DB nicht. Daneben gelten Länderregeln, die oft günstiger sind:

  • Kostenlos. Sachsen-Anhalt und Thüringen in allen DB-Nahverkehrszügen; Rheinland-Pfalz und Saarland Montag bis Freitag ab 9 Uhr, am Wochenende und feiertags ganztägig.
  • Baden-Württemberg. Mit verbundübergreifendem Fahrschein werktags vor 6 und nach 9 Uhr kostenlos, sonst bwFahrrad für 6 €.
  • Bayern. Fahrrad-Kurzstreckenkarte für 0,95 bis 7 € bis 38 km oder Fahrrad-Tageskarte Bayern für 7,50 €.
  • Norden. Schleswig-Holstein 6 € (Netz 6,60 €), hvv-Regionalzüge 3,50 €.

Das Deutschlandticket schließt das Rad nicht ein. Laut Tarifbestimmungen (Stand 01.05.2026, Nr. 2) braucht man eine reguläre Fahrradkarte, wo die Mitnahme etwas kostet; bahn.de schreibt: „im Preis des Deutschland-Tickets nicht enthalten“.

Faltrad ja, Lastenrad nein: welche Räder mitfahren

  • Normales Rad. Zweirädrig und einsitzig, eines je Reisendem, selbst ein- und ausgeladen (Nr. 8.2). Die Halterungen sind laut bahn.de meist für Reifen von 40 bis 60 mm ausgelegt.
  • Pedelec. Bis 250 Watt (Nr. 8.1.2), laut bahn.de bis 25 km/h; der Akku bleibt fest montiert, wird nicht geladen, ein Ersatzakku ist als Gefahrgut verboten (Akkuregeln im Flugzeug).
  • Faltrad. Zusammengeklappt kostenlos als Handgepäck, ohne Karte und Reservierung. Ein Maß nennt die DB im Inland nicht; nur in den DB-ÖBB-Zügen München–Norditalien gilt 90 × 60 × 40 cm.
  • Kinder. Kinderräder bis 16 Zoll fahren wie Gepäck, Räder von Kindern unter 6 Jahren kostenlos, ein Stellplatz kostet dann extra.
  • Lastenrad, Tandem. Lastenräder sind ausgeschlossen. Tandems, Liegeräder und große Dreiräder über 120 cm verbietet bahn.de im Fernverkehr.
  • Anhänger. Nur zusammengeklappt als Traglast (Nr. 8.3.3), einer je Rad.

FlixTrain, ÖBB und SBB rechnen anders

FlixTrain nimmt Räder auf ausgewählten Strecken mit, höchstens 20 kg, bei Pedelecs muss der Akku abgenommen sein — bei der DB muss er dranbleiben. Ab Deutschland kostet das Rad laut Flix-Preisliste 12 bis 24 € (Gepäck im FlixTrain). Für den Fernbus: Fahrrad im FlixBus.

Die ÖBB berechnen rund 10 % des Standardtarifs der 2. Klasse, mindestens 1,40 €, im Fernverkehr plus Reservierung für 3 € online. Die SBB verlangen vom 21. März bis 31. Oktober in vielen InterCitys eine Veloplatzreservation für 2 Franken, die Velo-Tageskarte kostet 15 Franken.

Jede Regel mit Fundstelle

Fahrrad in Zug und Fernbus (DB, Deutschlandticket, FlixTrain, FlixBus) · geprüft am 07.10.2026

  • ICE/IC/EC nur mit Stellplatzreservierung; Ablehnung bei Platzmangel möglich — Beförderungsbedingungen der DB AG Nr. 8.1.1: Fahrradmitnahme in Zügen der Produktklasse C (Nahverkehr) und in ICE/IC/EC, die in den Fahrplanmedien entsprechend gekennzeichnet sind; Beförderung kann bei Platzmangel abgelehnt werden; in gekennzeichneten ICE/IC/EC reservierungspflichtig; vorhandene Halterungen und Sicherungseinrichtungen (z. B. Rollgurte) sind zu benutzen. Nr. 8.4: In ICE und IC/EC ist die Fahrradmitnahme reservierungspflichtig (Stellplatzreservierung). assets.static-bahn.de
  • Fahrradkarte 20 % des Flexpreises 2. Kl., 7,99–14,99 €, Stellplatz inklusive; Reservierung allein 7,50 € — Beförderungsbedingungen der DB AG Nr. 8.4.1 und 8.4.3: Die Fahrradkarte kostet 20 % des Flexpreises der 2. Klasse, mindestens 7,99 € und höchstens 14,99 € (auch beim Kauf zusammen mit Sparpreis/Super Sparpreis); sie enthält eine unentgeltliche Stellplatzreservierung. Stornierung zum Flexpreis: bis einen Tag vor dem ersten Geltungstag kostenfrei, danach ausgeschlossen; zu Sparangeboten gelten deren Stornobedingungen und die Zugbindung. Nr. 8.4.2: Stellplatzreservierung ohne gleichzeitige Fahrradkarte 7,50 €, nicht stornierbar. Nr. 8.4: Fahrräder mitreisender Kinder unter 6 Jahren mit Stellplatzbedarf fahren unentgeltlich, eine nötige Stellplatzreservierung ist zusätzlich zu erwerben. Tarif-Bekanntmachung 10/2026: Anpassung des Entgelts für Fahrradkarten (Datum der Änderung im Dokument nicht genannt). bahn.de: innerhalb Deutschlands 7,99 bis 14,99 €, international ab 7,99 €. assets.static-bahn.de
  • 1 Rad je Reisendem; nur zweirädrig und einsitzig; Lastenräder ausgeschlossen; Tandem laut BB entfallen — Beförderungsbedingungen der DB AG Nr. 8.2: Jeder Reisende darf nur ein Fahrrad oder Pedelec mitnehmen, das er ohne Hilfe des Zugpersonals ein- und ausladen kann; Mitnahme grundsätzlich auf zweirädrige, einsitzige Fahrräder oder Pedelecs sowie zusammengeklappte Fahrradanhänger beschränkt; im Fernverkehr nur in den vorgesehenen Halterungen; Lastenräder (feste Aufbauten für Lasten oder Kinder) ausgeschlossen. Tarif-Bekanntmachung 11/2026: 'Nr. 8.2: Entfall der Tandem-Mitnahme'. Widerspruch: bahn.de (Fahrradkarte Fernverkehr, FAQ 'Welche Fahrräder darf ich mitnehmen?', abgerufen 07.10.2026) schreibt weiterhin, Tandem, Liegerad oder Dreirad könne in Nahverkehrszügen mit größerer Stellplatzkapazität mitgenommen werden; im Fernverkehr nicht erlaubt (Tandems, Liegeräder, große Dreiräder über 120 cm). assets.static-bahn.de
  • Pedelec bis 250 W / 25 km/h, Akku fest montiert, kein Ersatzakku, nicht laden — Beförderungsbedingungen der DB AG Nr. 8.1.2: Pedelecs (Elektromotor bis 250 Watt, Hilfsantrieb erleichtert das Treten) dürfen mit, wenn der eingebaute Akku während der Mitnahme fest am Fahrrad montiert bleibt; Akku während der Beförderung weder entnehmen, laden noch anderweitig (z. B. als Powerbank) nutzen. bahn.de ergänzt: Tretunterstützung bis 25 km/h; Ersatz-Akku nicht erlaubt (Gefahrgut); Pedelec selbst ein- und ausladen; an den Stellplätzen kein Schließmechanismus, eigenes Schloss nutzen. bahn.de
  • Faltrad zusammengeklappt kostenlos als Gepäck; Inland ohne Maß; DB-ÖBB nach Norditalien 90 × 60 × 40 cm — Beförderungsbedingungen der DB AG Nr. 8.2 und 8.4: Falträder oder Falt-Pedelecs fahren ausgeklappt als Fahrrad oder zusammengeklappt als Traglast bzw. als Handgepäck (Nr. 7.1.1), dann ohne Fahrradkarte. bahn.de: zusammengeklappte Fahrräder kostenfrei als Handgepäck, ohne Fahrradkarte und Stellplatzreservierung, Unterbringung in Gepäckregalen und Mehrzweckbereichen bzw. gegen Verrutschen gesichert über dem Sitz; Kinderräder bis 16 Zoll Raddurchmesser wie Gepäck. Ein Höchstmaß nennt die DB für Inlandszüge nicht. Ausnahme: in den DB-ÖBB-Kooperationszügen München–Norditalien über Österreich zusammengelegt nur bis 90 × 60 × 40 cm als Handgepäck, größer nur ausgeklappt mit Fahrradkarte und Stellplatzreservierung. Nr. 8.3.3: Fahrradanhänger zusammengeklappt wie eine Traglast; bahn.de: höchstens ein Anhänger je Fahrrad. bahn.de
  • Ausfall: neu reservieren, doppelte Reservierung über Fahrgastrechte erstattet — bahn.de (Fahrradkarte Fernverkehr, FAQ): Die Fahrradmitnahme kann nicht im Zug und nicht am DB-Automaten gebucht werden; ohne vorab gebuchte Mitnahme kann das Rad nicht mit. Fällt der gebuchte Zug oder Fahrradwagen aus oder wird ein Anschluss im Fernverkehr durch Verschulden der Bahn verpasst, darf man die nächstmögliche Verbindung nehmen, wenn dort ein Stellplatz buchbar ist, muss aber eine neue Stellplatzreservierung buchen; ohne Stellplatzreservierung ist der Einstieg nicht möglich; im Fahrgastrechtefall wird die doppelt gezahlte Reservierung erstattet. Fahrradstellplätze immer in der 2. Klasse. Reisen nach Italien über Österreich/Brenner im EC: ausgefüllte Fahrradbanderole am Rad. bahn.de
  • Fahrradtageskarte Nahverkehr 7,50 € (bahn.de nennt im Bayern-Abschnitt 6,50 €); Länderregeln abweichend — bahn.de (Fahrradkarten im Nahverkehr): Fahrradtageskarte Nahverkehr 7,50 € pro Rad und Tag, gültig in allen Nahverkehrszügen (RE, RB, S-Bahn) in ganz Deutschland bis 3 Uhr des Folgetags, verbund- oder bundeslandübergreifend; keine Stellplatzreservierung im Nahverkehr, keine Mitnahmegarantie. Widerspruch auf derselben Seite (Abschnitt Bayern): 'kostet 6,50 Euro pro Tag und Rad' und 'gilt nicht in Verbünden'. Länderbeispiele laut derselben Seite: Sachsen-Anhalt und Thüringen in allen DB-Nahverkehrszügen kostenfrei im Rahmen der Kapazität; Rheinland-Pfalz und Saarland in DB-Regio-Zügen Mo–Fr ab 9 Uhr sowie Sa, So und feiertags kostenfrei; Baden-Württemberg mit verbundübergreifenden Fahrscheinen Mo–Fr vor 6 und nach 9 Uhr sowie Sa, So und feiertags kostenfrei, sonst bwFahrrad 6 €; Bayern Fahrrad-Kurzstreckenkarte 0,95–7 € (bis 38 km einfach) oder Fahrrad-Tageskarte Bayern 7,50 €; Schleswig-Holstein Fahrradtageskarte 6 € (Netz 6,60 €); hvv-Regionalzüge hvv-Fahrradkarte 3,50 €; Hessenticket mit kostenfreier Fahrradmitnahme. bahn.de
  • Fahrrad im Deutschlandticket nicht enthalten — Tarifbestimmungen für das Deutschlandticket (Stand 01.05.2026), Nr. 2: Für die Mitnahme eines Fahrrades ist ein reguläres Fahrradkartenangebot zu erwerben, soweit die Fahrradmitnahme auf der jeweiligen Fahrt entgeltpflichtig ist. Die Nutzung von Fernverkehrszügen ist grundsätzlich ausgeschlossen. bahn.de FAQ: 'Die Mitnahme eines Fahrrads ist im Preis des Deutschland-Tickets nicht enthalten'; regionale Sperrzeiten beachten. stmb.bayern.de
  • FlixTrain: max. 20 kg, Pedelec-Akku abnehmen, Deutschland 12–24 EUR — flixtrain.de (Fahrradmitnahme im Zug): Fahrräder auf ausgewählten FlixTrain-Strecken in Fahrradstellplätzen; Standardgrößen ohne Aufbauten, höchstens 20 kg; bei Elektrofahrrädern und Pedelecs muss der Akku abgeklemmt/abgenommen sein; Fahrrad an den Fahrradträger hängen und abschließen; Fahrradanhänger nur faltbar und zusammengeklappt; Fahrradplatz online zur Reservierung hinzufügen. Ausgeschlossen: Mopeds/Mofas und Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, E-Roller/E-Scooter, Fahrräder mit drei Rädern (Überschrift nennt auch Tandems). Preis laut flixbus.de-Preisliste Fahrradmitnahme (gilt für FlixBus und FlixTrain) nach Abreiseland, Deutschland 12–24 EUR. flixtrain.de
  • FlixBus-Fahrrad ab Deutschland 12–24 EUR je Einzelfahrt — flixbus.de Preisliste für die Fahrradmitnahme: Preis richtet sich nach dem Land der Abreise (Land, in dem das Fahrrad in den Bus geladen wird; bei Umstiegen und Hin- und Rückfahrt das jeweilige Startland), Preisspanne Deutschland 12–24 EUR, Österreich 12–24 EUR, Schweiz 14–28 CHF, Niederlande 8–16 EUR, Frankreich 6–12 EUR; Verfügbarkeit variiert nach Strecke, Linie, Buchungszeitpunkt und Buchungsart. flixbus.de Fahrradreisen: Preise gelten pro Einzelfahrt; Fahrräder reisen nur in Begleitung ihrer Besitzer. flixbus.de
  • max. 20 kg, max. 5 je Bus, keine Pedelecs/E-Bikes; Faltrad in Tasche als Sondergepäck 240 cm — ABB von FlixBus (Stand 24.03.2026) Nr. 15.7.1.1–15.7.1.4: Fahrräder nur auf einigen Strecken, Standardgrößen ohne Aufbauten, max. 20 kg; E-Bikes, Pedelecs, Tandems und Fahrräder mit drei Rädern ausgeschlossen; max. 5 Fahrräder pro Bus, eine Beförderungspflicht besteht grundsätzlich nicht; Fahrradgebühr variiert nach Strecke, Linie, Buchungszeitpunkt und Buchungsmethode; Beförderung auf Fahrradträgern oder, falls nicht verfügbar, in geeigneten Taschen im Gepäckraum (Tasche max. 240 cm H+B+T, max. 20 kg); Klappfahrräder alternativ als Sondergepäck (Nr. 15.3). Nr. 15.3.4: Fahrräder zählen nicht als Sondergepäck. flixbus.de Fahrradreisen: Fahrrad bei der Buchung unter 'Fahrgäste' hinzufügen; Faltrad in eigener Tasche als Sondergepäck unter 'Extras' (max. 240 cm L+B+H, ein Sondergepäckstück je Person), auch über 'Meine Buchung verwalten' oder FlixShops. flixbus.de
  • Haftung: 1.200 EUR (Gepäck, Unfall) bzw. 1.000 EUR (übrige Sachschäden); Fahrrad nicht ausdrücklich zugeordnet — ABB von FlixBus (Stand 24.03.2026) Nr. 18.4 und 18.6: Für unfallbedingte Beschädigung oder unfallbedingten Verlust von Gepäckstücken höchstens 1.200 EUR je Fahrgast und Gepäckstück; für Verlust ohne Unfall, Vertausch oder Diebstahl Haftung ausgeschlossen außer bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit; übrige Sachschäden nach § 23 PBefG auf 1.000 EUR beschränkt. Ob ein Fahrrad auf dem Fahrradträger als Gepäckstück (18.4) oder als übrige Sache (18.6) gilt, regeln die ABB nicht ausdrücklich. flixbus.de
  • ÖBB: ca. 10 % Standardtarif, mind. 1,40 €; Fernverkehr Reservierung 3 €/3,50 € — ÖBB (Fahrradmitnahme): Fahrradticket entfernungsabhängig, rund 10 % des Standardtarifs der 2. Klasse, mindestens 1,40 Euro, immer nach Standardtarif unabhängig von Sparschiene oder Ermäßigung; im Fernverkehr zusätzlich verpflichtende Reservierung (online 3 Euro, am Schalter 3,50 Euro); im Nahverkehr keine Reservierung, Mitnahme kann bei vollem Mehrzweckbereich abgelehnt werden. oebb.at
  • SBB: Velo-Tageskarte CHF 15, Reservation CHF 2 (IC 21.03.–31.10.) — SBB (Velotransport im Zug): Vom 21. März bis 31. Oktober Veloplatzreservation für Velo oder E-Bike in InterCity-Zügen (täglich IC2/21 und IC5/51, sonst Freitag bis Sonntag und an genannten Feiertagen); ganzjährig auf dem Schweizer Abschnitt internationaler EC, ICE, RJX und IC Zürich–Singen/Stuttgart. Veloplatzreservation 2 Franken; Velo-Tageskarte 15 Franken, Velo Multi-Tageskarte 6 Tage 90 Franken, Velo-Pass 260 Franken pro Jahr. sbb.ch

Fallstricke mit dem Rad im Zug

  • Tandem: Bahn-Seite und Regelwerk widersprechen sich. bahn.de erlaubt Tandems im Nahverkehr mit größerer Stellplatzkapazität; die Beförderungsbedingungen erlauben nur noch einsitzige Räder, Tarif-Bekanntmachung 11/2026 nennt den „Entfall der Tandem-Mitnahme“.
  • Zwei Preise für dieselbe Tageskarte. bahn.de nennt für die Fahrradtageskarte Nahverkehr 7,50 €, im Bayern-Abschnitt derselben Seite 6,50 €.
  • Zugausfall heißt neu reservieren. Fällt der Zug oder der Fahrradwagen aus, darf man den nächsten Zug mit freiem Stellplatz nehmen, muss aber neu reservieren; die doppelte Reservierung gibt es über die Fahrgastrechte zurück.

Was praktisch hilft

  1. Rad gleich in die Suche nehmen. In der Reiseauskunft ein Fahrrad als Reisenden hinzufügen; ein rotes Fahrradsymbol heißt: Stellplätze weg.
  2. Umsteigezeit verlängern. Im Bahnhof wird geschoben, Taschen kommen vor der Einfahrt ab (Nr. 8.3.4).
  3. Für Pedelec und Lastenrad den Versand prüfen. Der Hermes-Versand der DB nimmt nur Räder ohne Motor (Gepäckservice der Bahn); sonst bleibt das Auto (Fahrradträger für die Anhängerkupplung).

Was ich noch nicht weiß

  • Ab wann der neue Fahrradpreis gilt. Die Beförderungsbedingungen melden eine „Anpassung des Entgelts“, aber kein Datum. Das entscheidet, ob ältere Preisangaben im Netz noch stimmen.
  • Wie viele Stellplätze ein ICE hat. bahn.de nennt keine Zahl je Baureihe, obwohl sie bestimmt, wie früh man buchen muss.
  • Ein Höchstmaß fürs Faltrad im Inland. Nur für die Züge nach Norditalien steht eins; im ICE zählt, ob es ins Regal passt (70 × 50 × 30 cm als Planungswert).

Häufige Fragen

Was kostet ein Fahrradticket bei der Bahn?

Im Fernverkehr kostet die Fahrradkarte laut Beförderungsbedingungen der DB AG 20 % des Flexpreises der 2. Klasse, mindestens 7,99 € und höchstens 14,99 €, die Stellplatzreservierung ist enthalten. Bei einem Flexpreis von 50 € sind das 10 €. Im Regionalverkehr gilt die bundesweite Fahrradtageskarte Nahverkehr für 7,50 € pro Rad und Tag, daneben Landestarife: In Sachsen-Anhalt und Thüringen fährt das Rad in DB-Nahverkehrszügen kostenlos, in Bayern kostet die Fahrrad-Kurzstreckenkarte 0,95 bis 7 €. Zusammengeklappte Falträder fahren überall kostenlos als Handgepäck.

Kann man ein Fahrrad im ICE mitnehmen?

Ja, aber nur in ICE-Zügen, die für Fahrräder gekennzeichnet sind, und nur mit Fahrradkarte und reserviertem Stellplatz. In allen IC- und EC-Zügen ist die Mitnahme laut bahn.de möglich, ebenfalls mit Reservierungspflicht. Gebucht wird online, in der App DB Navigator oder im Reisezentrum, nicht am Automaten und nicht im Zug. Ohne Stellplatzreservierung ist der Einstieg laut bahn.de nicht möglich. Jeder Reisende darf ein Fahrrad oder Pedelec mitnehmen, das er selbst in die Halterung hebt. Tandems, Liegeräder, große Dreiräder und Lastenräder sind im Fernverkehr ausgeschlossen.

Ist das Fahrrad im Deutschlandticket inklusive?

Nein. Die Tarifbestimmungen für das Deutschlandticket (Stand 01.05.2026, Nr. 2) verlangen eine reguläre Fahrradkarte, soweit die Fahrradmitnahme auf der Fahrt etwas kostet. bahn.de schreibt dazu, die Mitnahme sei im Preis des Deutschland-Tickets nicht enthalten. Wo ein Land oder Verbund die Mitnahme kostenlos erlaubt, etwa in den DB-Nahverkehrszügen in Sachsen-Anhalt und Thüringen, fährt das Rad auch mit Deutschlandticket gratis. Sonst braucht man die Fahrradtageskarte Nahverkehr für 7,50 € oder das Fahrradticket des Landes. ICE und IC sind mit dem Deutschlandticket grundsätzlich ausgeschlossen.

Darf man ein E-Bike im Zug mitnehmen?

Ein Pedelec ja, ein schnelleres E-Bike nein. Die Beförderungsbedingungen der DB erlauben Fahrräder mit Elektromotor bis 250 Watt, deren Antrieb das Treten unterstützt; bahn.de nennt dazu die Grenze von 25 km/h. Der Akku muss während der Fahrt fest am Rad montiert bleiben und darf weder geladen noch als Powerbank genutzt werden. Ein Ersatzakku ist als Gefahrgut verboten. Im ICE und IC braucht das Pedelec wie jedes Rad Fahrradkarte und Stellplatz. Bei FlixTrain muss der Akku dagegen abgenommen werden, im FlixBus fahren Pedelecs gar nicht mit.

Fahrrad im Zug mitnehmen ohne Ticket – geht das?

Nur in zwei Fällen. Ein zusammengeklapptes Faltrad fährt bei der DB kostenlos als Handgepäck, ohne Fahrradkarte und Reservierung, solange es sicher im Regal oder Mehrzweckbereich steht. Und im Regionalverkehr mancher Länder ist die Mitnahme frei: in Sachsen-Anhalt und Thüringen in allen DB-Nahverkehrszügen, in Rheinland-Pfalz und im Saarland werktags ab 9 Uhr und am Wochenende. Kinderräder bis 16 Zoll fahren laut bahn.de wie Gepäck. Im ICE, IC und EC braucht jedes nicht gefaltete Rad dagegen eine Fahrradkarte mit Stellplatz, gebucht vor der Fahrt, nicht im Zug.

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