Packliste Segeln: warum der Törn in einen faltbaren Seesack statt in den Koffer gehört, was eine Woche nach Planwert wiegt und was an Bord schon liegt

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Übergabe an der Charterbasis: In der Kabine liegt eine Koje, daneben bleibt wenig Stauraum, und ein Hartschalenkoffer lässt sich weder falten noch unter die Koje schieben. Für eine Woche im Mittelmeer wiegt die Strandliste aus dem Packlisten-Katalog nach Planwert 12.540 g, und alles davon muss in eine Tasche, die leer kaum Platz braucht.

0 von 0 gepackt Planwert Gewicht: –
Womit gerechnet wird
  • Gewichte sind Planwerte je Stück, gerundet — keine Messung. Für die eigene Waage gibt es den Gewichtsplaner.
  • Kleidung: je Tag die angegebene Menge; mit Waschmöglichkeit höchstens für 5 Tage.
  • Kinderpositionen erscheinen je Altersgruppe nur, wenn dort mindestens ein Kind eingetragen ist; Mengen gelten je Kind.
  • „Ins Handgepäck“ markiert Dinge, die nach den Regeln der Airlines nicht in den aufgegebenen Koffer dürfen (etwa Ersatz-Akkus) oder die man unterwegs braucht. Die genauen Grenzen stehen auf den verlinkten Regelseiten.
  • Der Abhak-Stand bleibt nur in diesem Browser. „Liste teilen“ packt Antworten und Haken in den Link — nichts davon landet auf meinem Server.

Eine Törnwoche: 12.540 g im Mittelmeer, 11.590 g auf der Ostsee

Der Generator kennt keinen Törn; am nächsten kommt „Strand & Badeurlaub“ mit Flug und aufgegebenem Gepäck, ein Erwachsener, sieben Tage. Jede Grammzahl ist ein Planwert je Stück, nichts davon ist nachgewogen.

Revier und Monat Monatsmittel Einstellung 7 Tage 14 Tage 14 Tage, Waschen
Adria bei Split, Juni bis September 21,6 bis 25,7 °C warm 12.540 g 15.760 g 11.420 g
Ostsee bei Kopenhagen, Juni bis August 16,0 bis 18,4 °C mild 11.590 g 14.310 g 10.720 g

Die Werte für Split stammen vom kroatischen Wetterdienst DHMZ über die WMO, gemittelt aus Tageshöchst- und -tiefstwert; die für Kopenhagen sind Klimanormale 1991 bis 2020 des DMI. Bei „mild“ fallen Shorts, Sonnenhut und Insektenschutz weg. Monat für Monat stehen die Reviere auf den Seiten Kroatien, Griechenland und Dänemark.

Seesack statt Koffer: was die Charterfirmen schreiben

The Moorings gibt als ersten Tipp, dass ein Hartschalenkoffer in der Kabine zu viel Platz wegnimmt und schwer zu verstauen ist; besser seien eine faltbare Tasche, ein Seesack oder ein Rucksack. Die Hilfeseite von Borrow a Boat schreibt, viele Charterfirmen bäten um Duffel Bags, weil sie sich nach dem Auspacken zusammenlegen lassen. Manche Basen lagern Koffer ein, das muss man vorher erfragen. Eine verbindliche Regel mit Maß habe ich bei keinem der beiden gefunden.

65 l, 1 kg, gefaltet 30 × 29 × 8 cm laut Tatonka

Tatonka Duffle Bag 65 1935 — faltbare Reisetasche mit Rucksackgurten, 65 x 32 x 32 cm, 65 l, Sage Green

nach Datenblatt bewertet
  • Länge entfaltet (längste Seite) 65 cm
  • Breite entfaltet (mittlere Seite) 32 cm
  • Tiefe entfaltet (kürzeste Seite) 32 cm
  • Maß gefaltet laut Hersteller 30 × 29 × 8
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Daten laut tatonka.com

Am Gewicht zeigt sich der Unterschied auch. Zieht man die 1.255 g ab, die der Katalog fürs Handgepäck markiert, bleiben 11.285 g für das aufgegebene Stück. Im Seesack mit 1,0 kg Leergewicht sind das 12,3 kg, im Weichgepäck-Trolley travelite Viia M mit Rollen und 2,9 kg laut Hersteller 14,2 kg. Beides passt in die 20 kg von Condor Economy Classic und die 23 kg von Eurowings SMART (Aufgabegepäck). Für vierzehn Tage ohne Waschen sind es im Seesack 15,5 kg. Weitere Taschen ohne Rahmen: faltbare Reisetaschen, Weekender.

Condor · gilt seit 01.05.2026 · geprüft am 04.10.2026

TarifHandgepäckPersönlichAufgegeben
Economy Zeronicht enthalten40 × 30 × 15 cmnicht enthalten
Economy Classic55 × 40 × 23 cm, 8 kg40 × 30 × 15 cm20 kg

Ab 01.05.2027 enthält Economy laut Condor 1 × 23 kg Aufgabegepäck statt 20 kg (angekündigt am 30.04.2026). Für nicht gebuchtes oder zu schweres Handgepäck können am Flugsteig 75 € (Zone 1–2 und 6) oder 100 € (Zone 3–5) anfallen.

Quelle: condor.com

An Bord liegt schon, was das Hotel sonst stellt

Laut Moorings bleiben Küchenutensilien, Bettwäsche und Handtücher, Navigationsgerät, Erste-Hilfe-Kasten und Rettungswesten zu Hause, weil sie an Bord sind. Ob das bei einer anderen Charterfirma genauso gilt, steht in deren Unterlagen. Die eigene Reiseapotheke ersetzt der Bordkasten nicht; Mittel gegen Seekrankheit nennt Moorings ausdrücklich für alle, die dazu neigen. Welches, klärt man in der Apotheke.

Was der Generator nicht kennt und Moorings verlangt

  1. Bootsschuhe: geschlossen, mit heller Sohle, salzwasserfest und schnell trocknend. Die Sandalen der Liste sind für den Landgang.
  2. Segelhandschuhe oder rutschfeste Handschuhe ohne Fingerkuppen.
  3. Sonnencreme ohne Sprühkopf und ohne Öl, weil beides das Deck rutschig macht. Die 250 g der Liste bleiben, nur die Form ändert sich.
  4. Band für die Sonnenbrille und eine Kappe, die bei mäßigem Wind sitzen bleibt.
  5. Wet-Bag für Geld, Handy und Kamera auf dem Weg im Beiboot an Land; sie schwimmt, wenn sie über Bord geht.
  6. Taschenlampe für die Rückfahrt mit dem Beiboot im Dunkeln.
  7. Segelschein und Funkzeugnis im Original, dazu das Seemeilenbuch und Bargeld in Landeswährung für Anlegegebühren.

Für Griechenland warnt das Auswärtige Amt: Der amtliche deutsche Sportbootführerschein mit der Bezeichnung „Internationales Zertifikat“ wird dort nicht anerkannt. Was stattdessen gilt, beantworten die deutschen Vertretungen in Griechenland.

Was ich noch nicht weiß

  • Welche Charterfirma Koffer wirklich ablehnt. Moorings und Borrow a Boat raten ab, eine Klausel mit Maß oder Verbot habe ich in keinen Bedingungen gesehen.
  • Wie viel Strom an Bord bleibt. Moorings nennt keine Zahl; ob Powerbanks fürs Laden der Handys reichen, rechnet der Katalog nicht.
  • Was Ölzeug wiegt. Für einen Törn bei Wind fehlt im Katalog Segelbekleidung ganz.

Häufige Fragen

Was nimmt man zum Segeln mit?

Für eine Woche im warmen Mittelmeer rechnet der Packlisten-Generator mit der Strandliste nach Planwert 12.540 g: je sieben Oberteile, Unterhosen und Paar Socken, drei Hosen, drei Shorts, Pullover, Regenjacke, zwei Badesachen, Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnencreme. Für den Törn kommen laut The Moorings Bootsschuhe mit heller Sohle, Segelhandschuhe, ein Band für die Sonnenbrille, eine wasserdichte Tasche fürs Beiboot, eine Taschenlampe sowie Segelschein und Funkzeugnis im Original dazu. Bettwäsche, Handtücher und Rettungswesten liegen bei Moorings schon an Bord.

Darf man mit Koffer auf ein Segelboot?

Verboten ist es bei den Quellen, die ich gelesen habe, nicht, aber beide raten ab. The Moorings schreibt, ein Hartschalenkoffer nehme in der Kabine zu viel Platz weg und sei schwer zu verstauen, und empfiehlt eine faltbare Tasche, einen Seesack oder einen Rucksack. Borrow a Boat schreibt, viele Charterfirmen bäten um Duffel Bags, und manche Basen könnten Koffer einlagern. Ein weicher Seesack wiegt dazu weniger: Die Tatonka Duffle Bag 65 hat laut Hersteller 1 kg Leergewicht, ein Trolley mit Rollen wie der travelite Viia M 2,9 kg.

Welche Schuhe braucht man auf einem Segelboot?

Bootsschuhe, die laut The Moorings geschlossen sind, eine helle Sohle haben, salzwasserfest sind und schnell trocknen. An Bord ist man nach Moorings ohnehin oft barfuß, für den Landgang reichen Sandalen oder Flip-Flops, die der Packlisten-Generator bei der Strandliste schon mit 250 g ansetzt. Bootsschuhe kennt der Katalog nicht; sie kommen von Hand dazu, ihr Gewicht lässt sich im Gewichtsplaner eintragen. Wer Platz sparen will, trägt sie auf dem Flug an den Füßen: Schuhe für die Reise zählt der Generator ohnehin nicht zum Gepäck, sondern mit 900 g als am Körper getragen.

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Pin: Tabelle Segeltörn – Adria bei Split warm 12.540 g für sieben und 15.760 g für 14 Tage, Ostsee bei Kopenhagen mild 11.590 g und 14.310 g.
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